Roggersinger Zwerge
Hobbyzucht von Zwergkaninchen

Wissenswertes


Haltung:
Es empfiehlt sich die Haltung eines Weibchens mit einem kastrierten Männchen oder zweier kastrierter Männchen. Bei der Haltung von zwei Häsinnen kann es ab der Geschlechtsreife zu teils schweren Rangkämpfen kommen. Steht jedoch genügend Platz und Freiraum zur Verfügung, sodass sich die Häsinnen bei Bedarf auch aus dem Weg gehen können, ist auch diese Haltung unter Umständen möglich...

Kaninchen können ab der 12. Woche geschlechtsreif werden, daher empfiehlt sich eine Kastration bei den Rammlern ab der 12. Woche, spätestens aber mit einem Alter von 4 Monaten.
Viele Tierärzte möchten ein Mindestgewicht von 1 kg bei der Kastration.
Wird ein Rammler erst später kastriert, wenn er bereits geschlechtsreif ist, sollte er ca. 6 Wochen vom Weibchen getrennt gehalten werden, da die Spermien noch solange nach der Kastration im Körper überleben und das Tier solange noch zeugungsfähig sein könnte.

Kaninchen brauchen viel Platz und sollten mindestens eine Fläche von 2 qm pro Kaninchen als Auslauf/ Freigehege zur Verfügung haben.

Wer Kaninchen in der Wohnung hält, kann versuchen sie zur Stubenreinheit zur erziehen. Dies funktioniert in der Regel sehr gut, da Kaninchen von Natur aus sehr reinlich sind.

Man sollte Kaninchen nie ausschließlich in einem Käfig halten, denn sie haben einen sehr großen Bewegungsdrang und brauchen Platz zum Spielen, hoppeln und Haken schlagen.

Sollten Sie die Kaninchen für Ihre Kinder anschaffen wollen, sollten sie ihnen ein wenig über Kaninchen erzählen.

Kaninchen sind Fluchttiere und von Natur aus eher scheu. Sie mögen keine lauten Geräusche oder unsanfte Berührungen. Man braucht Ruhe, Zeit und Geduld, um Kaninchen zu den zutraulichen Kuschelpartnern zu machen, die man gerne möchte.

Kaninchen haben einen ausgeprägten Eigenwillen und sind nicht erziehbar wie ein Hund. Wenn sie beispielsweise nicht gestreichelt werden möchten, dann laufen sie weg. Und sie mögen es nicht, ständig auf dem Arm herum getragen zu werden, weil sie dabei Angst haben, herunter zu fallen. Dies sollte man den Kindern vorab erklären, damit sie im Nachhinein nicht enttäuscht von ihren Haustieren sind. 

Man sollte täglich ca. 30 Min. fürs Füttern, Ausmisten und Betreuen der Tiere einplanen.
 

Wer die Kaninchen draußen im Garten hält, braucht einen festen Stall, der im Sommer vor starker Sonneneinstrahlung, Wind und Regen und im Winter vor Schnee und Kälte geschützt ist. Kaninchen können zwar auch im Winter draußen gehalten werden, vorausgesetzt sie waren bereits im Sommer und Herbst draußen und haben ein Winterfell gebildet.
Man kann herkömmliche Ställe von außen isolieren, viel Einstreu und Stroh zur Verfügung stellen und in kalten Nächten eine Wärmflasche oder ein Wärmekissen zur Verfügung stellen. 

Im Sommer benötigen die Kaninchen stets einen kühlen Schattenplatz, an den sie sich zurückziehen können, da sie extrem hitze-empfindlich sind.

Bei der Außenhaltung muss auch darauf geachtet werden, dass das Freigehege ausbruchsicher gebaut wird. Kaninchen können graben und auch teilweise sehr hoch springen, daher sollte das Freigehege am besten auch oben mit einem Gitter geschlossen werden (so können auch keine Katzen oder Greifvögel eindringen) oder man baut einen entsprechend hohen Zaun, dieser sollte dann aber mindestens ca. 1 Meter hoch sein.

Als Einstreu verwendet man staubarme Sägespäne oder Stroh.

Heu sollte immer in einer Heuraufe angeboten werden, damit es nicht durch Kot und Urin verunreinigt wird. Meist koten und urinieren Kaninchen in eine bestimmte Ecke des Käfigs, da sie sehr reinlich sind. Diese Ecke sollte man alle 2-3 Tage reinigen. Die komplette Reinigung des Stalls sollte einmal pro Woche durchgeführt werden. Für das Trinkwasser sollte eine Trinkflasche zur Verfügung stehen, die von außen an den Stall angebracht wird. So kann das Wasser nicht verunreinigt werden.

Gesundheit:

Ob es den Häschen gut geht, erkennt man meist auf den ersten Blick. Sie hoppeln ausgelassen durchs Freigehege, fressen und trinken und pflegen Sozialkontakte zu ihren Artgenossen. Wenn sie allerdings apathisch in der Ecke sitzen, weniger oder seltener fressen und trinken und Sozialkontakt meiden, kann man in der Regel davon ausgehen, das etwas nicht stimmt. Oftmals gibt es aber auch Krankheiten, die schon längere Zeit im Kaninchen schlummern, bevor man etwas merkt, daher ist eine regelmäßige Gesundheitskontrolle sehr wichtig.

Umso artgerechter die Tiere gehalten und umso gesünder sie ernährt werden, desto seltener treten Krankheiten auf.

Die Kaninchen sollten vor Zugluft und Witterung geschützt sein und stets eine Rückzugsmöglichkeit zum Schutz vor Regen, Sonne, Wind, Schnee und Frost haben.

Regelmäßiges Impfen gegen RHD und Myxomatose sollte man durch den Tierarzt vornehmen lassen (1 x jährlich).

Ernährung:
Kaninchen ernähren sich in der freien Natur von Gräsern, Wurzeln, Kräutern, Sämereien, Blättern, Zweigen, Rinden und Gemüsepflanzen. Durch die ständige Nahrungsaufnahme ist der empfindliche Verdauungstrakt des Kaninchens immer in Bewegung um die struktur- und raufaserreiche Nahrung zu verarbeiten. Sie müssen über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Außerdem wachsen die Zähne zeitlebens und sind auf einen ständigen Zahnabrieb angewiesen.

Die Ernährung des Kaninchens sollte so abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden. In der Natur ist der wichtigste Bestandteil frisches Grün von saftigen Kräuterwiesen, darin sind alle für das Kaninchen wichtigen Nährstoffe enthalten. Nach langsamer Gewöhnung dürfen dem Kaninchen frische Kräuter und Gräser zur freien Verfügung angeboten werden. Da uns im Winter leider keine frischen grünen Wiesen zur Verfügung stehen und auch vielen Wohnungskaninchen in der Stadt kein frisches Grün zur Verfügung steht, muss man nach Alternativen suchen. Der wichtigste Ersatz ist Heu, dies sollte den Kaninchen zur freien Verfügung stehen.

Auch frisches Gemüse, Salat und Obst sollte die Ernährung ergänzen.

Wichtig ist, wie bei der Fütterung von frischem Wiesengrün, dass die Kaninchen im Frühling LANGSAM daran gewöhnt werden müssen!

Grünfutter von der Wiese:

Löwenzahn, Kohldistel, Beifuß, Kamille, Ackerminze, auch Küchenkräuter wie Petersilie, Basilikum, ebenfalls Blumen (mit Blüten) wie Sonnenblumen, Ringelblumen, Gänseblümchen. Blätter von Bäumen und Sträuchern (Haselnuss, Birke, Apfel, Johannisbeere), Möhrenkraut, Fenchelgrün, Kohlrabiblätter und natürlich verschiedene Gräser, sowie grüne Getreidehalme.

Kräuter:

Salbei, Liebstöckel, Brennnessel, Löwenzahn, Rosmarin, Pfefferminze, Basilikum, Petersilie, uvm.

Gemüse und Obst:

Karotten, Sellerie, Fenchel, Endiviensalat, Feldsalat, Eisbergsalat, Petersilienwurzel, Pastinaken, Gurke, Kürbis, Pastinaken, Äpfel, Birnen, alle Beeren, Paprika uvm.

Eine ausführliche Liste über alle essbaren Futtermittel finden Sie in unter www.diebrain.de

==> Wichtig ist selbstverständlich auch Wasser!

Es sollte immer frisches sauberes Wasser unbegrenzt zur Verfügung stehen. Am besten verabreicht man Wasser aus einer Trinkflasche, da es nicht durch Kot, Urin und Einstreu verunreinigt werden kann.

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Bei Fragen zur Haltung und Ernährung Ihres kleinen Lieblings stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung!!


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